Forschung


Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2018-06-30

Bertalanffy entwickelte in den 1940er Jahren ein universelles, biologisch motiviertes Wachstumsmodell, um das ontogenetische Wachstum verschiedener Tierarten zu beschreiben. Es ist durch die metabolischen Exponenten a = 2/3, b = 1 gekennzeichnet. West et al. (1997, 2001) schlug ein weiteres Paar metabolischer Exponenten vor (a = 2/3, b = 1) und lieferte biologische Argumente für diese Wahl. Dieses Projekt schlägt zwei weitere Exponentenpaare vor, die auf den Ideen von Bertalanffy und West über den Stoffwechsel und auf ein Modell von Parks (1982) über die Abhängigkeit des Wachstums auf die Nahrungsaufnahme basieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2020-08-31

Verkehrsunfälle mit Wildtieren stellen sowohl durch das steigende Verkehrsaufkommen als auch durch veränderte Lebensräume für die Tiere in Europa ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Allein im Oktober und November 2017 kam es zu mehreren teils folgenschweren Unfällen mit Wildtieren in Österreich, die auch Menschenleben forderten (ORF 14.11.2017, Standard 12.11.2017, ORF 30.10.2017). Allein bei jagdbarem Wild wurden in Österreich in der Saison 2015/16 mehr als 77.000 überfahrene Tiere gezählt. Dabei wurden 304 Personen verletzt, 1 davon verstarb an den Folgen des Unfalls. In den USA kommt es jährlich zu bis zu 1.6 Millionen Unfällen mit jagdbarem Wild mit bis zu 200 Toten und mehreren Tausend verletzten. Der dadurch entstandene Gesamtschaden wird mit 4,6 Milliarden US$ beziffert (III, 2010). AnimalProtect hat aber nicht nur folgenschwere Unfälle für Menschen zum Ziel, sondern behandelt auch das ökologisches Problem, das durch das Überfahren von Vögel oder Amphibien entsteht. Bisher gibt es europaweit nur wenige systematische Untersuchungen zu den Ursachen von Wildunfällen bzw. möglichen Einflussfaktoren, die zu einem vermehrten Auftreten von Unfällen mit überfahrenen Tieren führen. Diese Lücke soll im Projekt AnimalProtect geschlossen werden. Ziel ist die flächendeckende Ableitung von Gefährdungszonen in der Umgebung von Straßen, um Wildunfälle und damit einhergehende Schäden für Menschen und Tiere mit der Hilfe von Fernerkundungsdaten, Geodaten, Expertenwissen und Ergebnissen aus vorherigen Untersuchungen zu vermeiden. Dafür müssen mögliche Einflussfaktoren (Landbedeckung, Gelände, phänologische Einflüsse, Umweltfaktoren, sozial-ökologische Faktoren, etc.) auf das Verhalten von verschiedenen Wildtierarten definiert werden, um diese anschließend auf potentielle Datenbestände (Copernicus Programm, Open Street Map (OSM), etc.) zu übertragen. Aus dieser wissensbasierten Vorgangsweise sollen schließlich Gefährdungsbereiche für Autofahrer bzw. verschiedene Tierarten abgeleitet werden. Die Validierung der detektierten Wirkungsbereiche soll mit vorliegenden Unfalldaten erfolgen. Dafür müssen Schnittstellen zu bestehenden Datenbeständen von Wildunfällen geschaffen und die Daten homogenisiert werden. Die aus der Fernerkundung und Geoinformation abgeleiteten Gefährdungszonen sollen in Form eines cloud-basierten Services angeboten werden, welches das Unfallrisiko in einem bestimmten Straßenabschnitt (z.B. 1 wenig Unfallgefahr bis 5 große Unfallgefahr) liefert. Verschiedene Anwender (Autofahrer, Versicherungen, Navigationsdienste, öffentliche Stellen etc.) sollen daraus entsprechende Schlüsse ziehen (z.B. bereits bei der Planung einer Straße). Die Anwendung des Services soll im Rahmen des Projekts auch in einem Demonstrator gezeigt werden, der je nach Global Navigation Satellite System (GNSS) bestimmter Position des Nutzers die entsprechende Gefährdung anzeigt, sowie die Routenführung durch Gebiete mit möglichst niedriger Unfallgefahr ermöglicht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2019-06-30

Die Anwendung einer einheitlichen und vergleichbaren Methodik für Restmüll-Sortieranalysen ist von zentraler Bedeutung für die Beurteilung von Erfassungs- und Recyclingquoten. Im Rahmen des Kreislaufwirtschaftspakets der Europäischen Union wird die Weiterentwicklung von Monitoringinstrumenten als wichtiges Ziel hervorgehoben. Bestrebungen zur Vereinheitlichung bestehen auf Bundes- und europäischer Ebene seit mehr als 15 Jahren. Die Erstellung von Probenahmeplänen für die Durchführung von Restmüll-Sortieranalysen stellt eine komplexe Verschneidung zwischen statistischen, abfalllogistischen sowie abfalltechnischen Themenbereichen dar und hat großen Einfluss auf das Verhältnis von Informationsgewinn und Aufwand. Die Erstellung eines ausgewogenen Stichprobenplans erfordert somit fachlich fundierte Planung, was vor allem Einfluss auf die zu erwartende Genauigkeit der Hochrechnung der Ergebnisse und die Kosten der Durchführung von Probenahme und Sortierung hat. Ziel des Vorhabens ist zunächst die Gewährleistung der bundesweiten Vergleichbarkeit der Ergebnisse zukünftiger Restmüll-Sortieranalysen. Zu diesem Zweck wurde von den einzelnen Bundesländern die Einhaltung der Vorgaben und Empfehlungen der Ergebnisse des Vorprojekts “Erstellung eines Leitfadens für die Durchführung von Restmüll-Sortieranalysen” vereinbart. Die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens gewährleistet ein Vorgehen gemäß dem genannten Leitfaden und ermöglicht eine länderübergreifend konsistente Vorgehensweise der Probenahmeplanung. Weiteres Ziel des Vorhabens ist eine hohe Ausgewogenheit des Probenahmeplans, um die Ergebnisse der Analysen auf möglichst viele Einflussfaktoren hin prüfen zu können, was den Informationsgewinn bezüglich der Effizienz existierender und der Wahl zukünftig geplanter abfallwirtschaftlicher Maßnahmen erhöht. Die Erstellung von Probenahmeplänen entsprechend des 2017 abgeschlossenen Forschungsprojekts „Erstellung eines Leitfadens für die Durchführung von Restmüll – Sortieranalysen“ hat somit Pilotcharakter und ermöglicht eine Evaluierung und ggf. Adjustierung der wissenschaftlichen Methodik. Die Erfahrungswerte bilden die Grundlage für weitere Forschungsprojekte, Publikationen, Lehrveranstaltungen und die Weiterentwicklung bestehender Normen in diesem Fachbereich.

Betreute Hochschulschriften

FIS