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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2014-12-01 - 2016-11-30

Gegenwärtig wird die Wiener U-Bahnlinie U1 über ihre südliche Endhaltestelle hinaus verlängert. Vom Reumannplatz aus verläuft die geplante Trasse zunächst unter der Favoritenstraße nach Süden in Richtung der geplanten Haltestellen Troststraße und Altes Landgut. Die Trasse verläuft dabei bis zu 25 m unter der Geländeoberkante und schneidet in ihrem Verlauf eine Abfolge geologischer Einheiten. Die Basis bilden Ablagerungen aus dem Neogen, im Hangenden finden sich Ablagerungen aus dem jüngsten Erdzeitalter, dem Quartär. Es handelt sich hierbei um Flussterrassen, die in der Vergangenheit im Wesentlichen von der Donau abgelagert wurden. Derzeit gibt es zwar eine relative Chronologie zur zeitlichen Abfolge der Bildung der verschiedenen Terrassen, die das Wiener Stadtbild prägen, eine numerische (absolute) zeitliche Einordnung liegt bisher jedoch nicht vor, da sich nicht zuletzt auch die Zugänglichkeit zu entsprechenden ungestörten Ablagerungen im Wiener Stadtgebiet als schwierig erweist. Im Rahmen der U-Bahnbaustelle der U1 bietet sich derzeit die einmalige Gelegenheit, ein Datierungs-Transekt durch eine komplexe quartäre Sedimentabfolge zu legen und somit neue Einblicke in die quartäre Landschaftsgeschichte des Wiener Stadtgebietes zu gewinnen. Ermöglicht wird dies mittels physikalischer Datierungsmethoden, mit deren Hilfe Ablagerungsalter von Sedimenten bestimmt werden können. In Rahmen des beantragten Projektes ist geplant zwei unabhängige Altersdatierungsmethoden einzusetzen: Optisch stimulierte Lumineszenz (OSL) Datierungen, sowie Burial Age Datierung mit Hilfe kosmogener Nuklide. Ziel des Projektes ist es, erstmals eine auf die Ergebnisse physikalischer Datierungsmethoden gestützte, numerische Chronologie für die älteren Donauterrassen im Stadtbereich Wiens zu etablieren. Hiermit soll auch der Frage nachgegangen werden ob und wenn ja wann es im Quartär zu tektonischen Verstellungen der Terrassenkörper gekommen ist.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-10-01 - 2019-09-30

In dem Projekt GREENskin wird ein Living Wall System entwickelt das vollkommen in die typischen Installationsprozesse von herkömmlichen Fassaden (Wärmedämmverbundsysteme - WDVS und vorgehängt hinterlüftete Fassaden) integriert ist. GREENskin ist daher nicht der Branche des Garten-und Landschaftsbaus zuzuordnen – so wie herkömmliche Livingwallsysteme - sondern dem Fassadenbau selbst. Die in diesem Projekt entstehenden Prototypen sind Systemkomponenten die allgemein im Bausektor zur Verwendung kommen werden. Weitere wesentliche technische Innovationen bestehen insbesondere in der innovativen Optimierung der Bewässerungssysteme (inklusive Entwicklung von Grauwasserbewässerung) und damit verbundenen Optimierung in Pflege und Erhaltung von bereits installierten Systemen sowie der Berechnung der thermischen Effekte auf ganze Stadtgebiete. Ergebnis dieses Projektes ist die Entwicklung von serienreifen Prototypen, die, aufgrund der komplementären Expertise des vorliegenden Projektteams, von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur weltweiten Vermarktung einen Innovationssprung für alle beteiligten Partner bietet und einen enormen Markt für Living Wall Systeme als First Mover öffnet. Wirtschaftliche Bedeutung und Verwertungspotential.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-04-01 - 2020-03-31

Bodenerosionsprozesse hängen wesentlich von der Energie des Niederschlages ab. Diese stellt eine Funktion der Größe und Fallgeschwindigkeit der Regentropfen dar. Interaktionen zwischen Tropfengröße, -geschwindigkeit und –form, Windgeschwindigkeit und Intensität des Ereignisses bestimmen die Kraft des erosiven Regens. Nimmt die Tropfengröße zu steigt auch ihre Fallgeschwindigkeit und ihr Impuls, was sich auf das Loslösen der Bodenpartikel und auf Transportprozesse auswirkt. Über die Charakteristika von Tropfengrößen gibt es nur beschränkt Daten. Die meisten Untersuchungen wurden unter Laborbedingungen durchgeführt, nur wenige Studien erfolgten unter natürlichen Bedingungen im Feld, wobei stets nur wenige Ereignisse gemessen wurden. Ziele des Projektes bestehen in 1) der Quantifizierung und dem Vergleich der Tropfengrößenverteilung von Niederschlagsereignissen an vergleichbaren Standorten in Österreich, Tschechien und Neuseeland, 2) der Ableitung von Beziehungen zwischen kinetischer Niederschlagsenergie (KE) und Regenerosivität, 3) der Abschätzung von zeitlichen/saisonalen Variabilität der KE-I Beziehungen und 4) Untersuchung zwischen Regenerosivität und Bodenerosion. An mehreren Standorten in Österreich, Tschechien und Neuseeland sind bzw. werden Distrometer installiert und die die kinetische Energie von Niederschlägen sowie deren Erosivität analysiert. Beziehungen zwischen kinetischer Regenenergie und –intensität werden im Hinblick auf saisonale/monatliche Variabilität untersucht. Für jene Stationen, bei welchen auch Winddaten registriert werden, erfolgt die Abschätzung des Windeinflusses auf die kinetische Energie. Direkt neben den Distrometern werden kleine Erosionsplots installiert, um die erosionauslösende Wirkung dieser Niederschlagsereignisse zu erfassen. Anhand aller Messdaten sollen die bestehenden Beziehungen zwischen Regenenergie und Bodenloslösung und-transport überprüft und gegebenenfalls modifiziert werden.

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